Nach den Bestimmungen des IVF-Fonds-Gesetzes werden Kosten f├╝r die Anwendung von Methoden der In-vitro-Fertilisation ├╝bernommen.

Insbesondere handelt es sich dabei um Methoden der medizinisch unterst├╝tzten Fortpflanzung, bei denen eine Vereinigung von Eizellen mit Samenzellen au├čerhalb des K├Ârpers einer Frau mit nachfolgender Einbringung der befruchteten Eizellen in die Geb├Ąrmutter der Frau erfolgt:

  • Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) werden nach einer hormonellen Stimulationsbehandlung herangereifte Eizellen aus dem Eierstock entnommen und mit dem Samen des Partners vermischt. Nach erfolgter Befruchtung werden die dadurch gewonnenen Embryonen wieder in die Geb├Ąrmutter der Frau eingebracht, wo sie sich einnisten k├Ânnen.
  • Bei der intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) erfolgt die Befruchtung durch direkte Injektion einer Samenzelle in eine entnommene Eizelle.
  • Wenn keine ausreichende Menge an Samenzellen vorhanden ist, kann manchmal auch die Gewinnung von Samenzellen aus dem Hoden (TESE) oder Nebenhoden (MESA) erforderlich sein.

Es werden somit anteilige Kosten f├╝r die Durchf├╝hrung von IVF und ICSI sowie gegebenenfalls von MESA und TESE ├╝bernommen.

Die Kosten f├╝r die Bereitstellung von Spendersamen oder Spenderinneneizellen k├Ânnen seitens des IVF-Fonds nicht mitfinanziert werden. Besteht jedoch gleichzeitig bei mindestens einer/einem der beiden PartnerInnen eine medizinische Indikation nach dem IVF-Fonds-Gesetz, so werden die Kosten einer erforderlichen IVF- bzw. ICSI-Behandlung anteilig ├╝bernommen.

Die Durchf├╝hrung von Inseminationen (Einbringen von Samen in die Geb├Ąrmutter der Frau) f├Ąllt nicht unter den Wirkungsbereich des IVF-Fonds-Gesetzes und wird daher auch nicht finanziell unterst├╝tzt.